
Über mich
Wer ich bin? Eine neugierige Geschichtenerzählerin, die genau hinschaut und den leisen Tönen zuhört.
Worte und Texte begleiten mich seit meiner Kindheit. Aufgewachsen mit sechs Geschwistern auf einem Bauernhof, begann ich früh zu schreiben und fand schon bald meine Sprache in der Lyrik. Später als Lehrerin kehrte das Schreiben mit neuer Intensität zurück – zunächst über Theaterproduktionen und literarische Projekte mit meinen SchülerInnen, schließlich in meinen eigenen Büchern.
Meine Geschichten wollen nicht belehren. Sie stellen Fragen. Was macht eine Geschichte mit uns? Was bleibt?
Literatur darf berühren, irritieren, nachdenklich stimmen – gerade darin liegt ihre Kraft. Ob jung oder alt: Lesen bedeutet, sich einzulassen, mitzudenken und die eigene Perspektive neu zu betrachten.
Warum ich schreibe…
Die Gründe, warum sich ein Thema, ein Text, eine Geschichte in mir festhakt, sind immer unterschiedlich, manchmal ist zu Beginn eine Figur, die mich fasziniert, manchmal ist es die Grundidee einer Geschichte, manchmal eine Stimmung, manchmal ein guter Satz. Bis ich aber tatsächlich anfange zu schreiben, dauert es oft noch lange, weil alles fertiggedacht und durchgekäut werden muss.
Ich versuche in meine Figuren hineinzuschlüpfen, lerne sie kennen, sie erzählen mir etwas. So bekommen sie Konturen, Rundungen, Kanten, Wurzeln, also eine Biografie, und das ist wichtig, weil Biografien prägend sind für Verhalten und Tun und alles dadurch eine Logik bekommt.
Oft verändern sich Geschichten und Figuren während des Schreibens – es ist ein Prozess, wie das Leben ein Prozess ist – man weiß im Vorfeld selten, wo man landen wird.
Manchmal stocke ich im Schreibfluss und komme nicht voran. Dann lese ich mich in die Geschichte zurück, beginne von vorne, ändere, streiche, erzähle weiter. So komme ich letztlich irgendwann doch an ein Ende.
Manchmal ist Schreiben wie ein Selbstläufer, wie ein Flow, manchmal ist es harte Arbeit.
Vita
- Autorin, Lehrerin, Theaterpädagogin
- 1965 in Linz geboren
- Studium Deutsch und Werkerziehung für Mittelschulen
- Studium Theaterpädagogik
- Lebt in Ottensheim a. d. Donau/OÖ
- Ein Sohn, eine Tochter, ein Enkelkind
- Schreibt für Jugendliche und Erwachsene
- Theater-, Audio- und Filmprojekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
- Literarische Projekte mit Kindern und Jugendlichen
- Mehrere Preise und Stipendien
- Übersetzungen der Bücher unter anderem ins Englische, Italienische und Chinesische
- Verfilmung des Jugendromans „Charlottes Traum“


Auswahl an Preisen & Auszeichnungen
- Arbeitsstipendien des Landes OÖ 2021, 2023, 2024
- Empfehlungsliste Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2018
- Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur 2018
- Aufnahme in die internationale Empfehlungsliste White Raven 2016
- Projektstipendium für Literatur des Bundesministeriums 2011/12 und 2016/17
- Marianne-von-Willemer-Preis 2015
- Nominierung für „Leserstimmen – Preis der jungen LeserInnen“ 2013
- Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2012
- Österreichischer Staatspreis für Kinder- und Jugendliteratur 2010
- Preis der Jugendjury im Rahmen des Österr. Kinder- und Jugendliteraturpreises 2010
- Peter-Härtling-Preis 2009
- Hans-im-Glück-Preis 2008
- Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2008
- Kinder- und Jugendbuchpreis des Landes Steiermark 2008, 2010, 2014
- FLORIANA Förderpreis für oberösterreichische AutorInnen 2006
- SCHREIBZEIT – Förderstipendium 2005/06
- Mira-Lobe-Stipendium des Kunstministeriums 2003, 2006, 2007
figuren wie blinkende lichter
manchmal umkreise ich sie
wie der fuchs die hennen
lauernd was sie mir sagen
was sie mir geben
manchmal geben sie mir nichts
manchmal ein bisschen was
lassen sich bitten
lassen mich warten
boshaft grinsend schemenhaft
und doch verheißungsvoll
manchmal geben sie mir alles
als säßen wir an einem tisch
als gingen wir an einem strand
als schliefen wir in einem bett
als sprächen sätze und wörter
mir sätze und wörter
manchmal sind wörter flüchtig wie tiere
manchmal jedoch gehen sie mir ins gehege
als ob sie mich kennten seit tagen und jahren
als ob ich ihre begleiterin wäre
ihre beschützerin
ihr alles
